X11 ist eine äußerst effiziente, Client/Server basierte Graphikimplementierung. Der Server ist hier das Desktop-Gerät, das X-Terminal oder die Workstation. Der Client ist eine Anwendung z. B. auf einem "großen" UNIX-Server, die den X-Server benutzt um auf dem Bildschirm eines Anwenders Graphiken darstellen zu lassen. So ein Client-Request an den X-Server lautet etwa: "Male bitte ein Fenster auf das Display <hostname>:0.0 und schon geht vor den Augen des Benutzers dieses Fensters auf obwohl die Anwendung hundert Kilometer entfernt oder vielleicht sogar auf einem anderen Kontinent läuft. Auf diese Weise wird der UNIX-Host von Rechenaufwand für die Graphik weitgehend entlastet. X11 kommt mit Netzwerken geringer Bandbreite gut zurecht. Über eine Zwei-Kanal ISDN Verbindung kann man z. B. schon CAD Anwendungen wie Qcad oder OACS benutzen.
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